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Ratgeber Trockene Scheide

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Trockene Scheide
Therapie einer trockenen Scheide

Viele unterschiedliche Gründe und Auslösefaktoren können zu einer trockenen Scheide führen. Deshalb ist es nach der Diagnose besonders entscheidend, die individuell passenden therapeutischen Maßnahmen zu ergreifen. Einige Frauen wissen selbst am besten, warum sie beim Geschlechtsverkehr unter einer trockenen Scheide leiden. Entspannungsübungen, Gespräche mit dem Partner und befeuchtende Hilfsmittel können in solchen Fällen zur Therapie einer trockenen Scheide hilfreich sein.

Liegen körperliche (z. B. hormonelle) Ursachen vor, so wird der behandelnde Frauenarzt die geeigneten Mittel zur Therapie einer trockenen Scheide verschreiben.

Therapie einer trockenen Scheide

Bei der Therapie einer trockenen Scheide kommt es vor allem auf die Ursache an. Wenn eine Frau sich selbst im Klaren darüber ist, dass sie bei Stress und hormonellen Schwankungen vor und nach ihrer Periode von einer trockenen Scheide betroffen ist, kann bereits ein offenes Gespräch mit dem Partner hilfreich sein.

Die Frau sollte dann ehrlich mit dem Partner über die Schwierigkeiten und möglichen Ursachen einer trockenen Scheide sprechen. Wenn der Partner von der Problematik weiß und auch die Gründe einzuschätzen lernt, können Gleitcremes und -gels sowie sinnliche Massagen und andere Hilfsmittel bereits die erste Therapie bei einer trockenen Scheide sein, und die Entspannung beider Sexualpartner fördern.

Therapie einer trockenen Scheide bei psychischen Ursachen

Bei manchen Frauen sind die seelischen Gründe für eine trockene Scheide jedoch schwerwiegender und vielleicht nicht auf den ersten Blick erkennbar. Eine prüde und konservative Erziehung kann sich beispielsweise bis ins Erwachsenenalter auswirken und unterbewusst Schuld- und Schamgefühle bei sexuellem Kontakt auslösen. Eine vertrauensvolle Beziehung zum behandelnden Gynäkologen, also einer außenstehenden Person, die zudem der Schweigepflicht unterliegt, ist in solchen Fällen ein erster Schritt zur Lösung des Problems. Der Frauenarzt kann der betroffenen Frau einen Psychotherapeuten empfehlen, der auf entsprechende Themen spezialisiert ist. Liegt ein Ungleichgewicht in der Partnerschaft vor, ist auch eine Beziehungs- oder Eheberatung möglich.

Therapie einer trockenen Scheide bei körperlichen Ursachen

Je nach körperlicher Ursache sind unterschiedliche Maßnahmen zur Therapie einer trockenen Scheide hilfreich. Ist ein Vaginalpilz für die trockene Scheide verantwortlich, werden spezielle Vaginalzäpfchen, -cremes und -tabletten zur Therapie der trockenen Scheide verordnet. In den meisten Fällen klingen die Symptome bereits nach wenigen Tagen ab und eine weiterführende Therapie ist nicht erforderlich.

Problematischer wird es hingegen bei Ursachen, die den Hormonhaushalt der Frau betreffen, also beispielweise während der Wechseljahre. Sinkt der Östrogenspiegel in der Menopause, werden die natürliche Durchblutung und die Transsudation der Vagina gestört. Ein durch die trockene Scheide ausgelöster Juckreiz und Risse in der Vaginalschleimhaut können die Folge sein. Zur Therapie können Hormonpflaster und auch -tabletten eingesetzt werden, die allerdings möglicherweise Nebenwirkungen mit sich bringen. Gezielter auf den Hormonhaushalt wirken östrogenhaltige Cremes, die nur im Bereich der trockenen Scheide aufgetragen werden.

Als erste Maßnahme zur Therapie bei Östrogenmangel kann auch die Umstellung der Ernährung dienlich sein. Einige Nahrungsmittel und Kräuter enthalten bestimmte Inhaltsstoffe, die die Östrogenproduktion im Körper ankurbeln können. Dazu gehören beispielsweise Vollkorn- und Sojaprodukte.

Sabrina Mandel

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Die weibliche Vagina hat beim Geschlechtsverkehr durch zahlreiche Nervenzellen einen großen Anteil am Lustempfinden der Frau, und kann sich trotzdem so weit dehnen, dass ein Kind beim Geburtsvorgang hindurchpasst. Solange die natürlichen Funktionen der Vagina intakt sind, machen sich die meisten Frauen keine großen Gedanken warum und wie körperliche Prozesse auf den empfindlichen Bereich in der Intimregion einwirken. Ist man jedoch einmal von einer trockenen Scheide betroffen, lohnt es sich durchaus zu wissen, was die Ursachen sein könnten und welche Maßnahmen Abhilfe schaffen.

Eine trockene Scheide ist nicht nur beim Geschlechtsverkehr ein sehr unangenehmes und belastendes Problem. Es ist zu unterscheiden, ob die Frau ausschließlich beim Intimverkehr unter einer trockenen Scheide leidet, oder ob auch im Alltag Brennen und Juckreiz im Intimbereich auftreten. Häufig lassen sich anhand dieser Eingrenzung bereits mögliche Faktoren ausschließen, die für die Entstehung einer trockenen Scheide verantwortlich sein könnten.

So privat und intim das Thema der trockenen Scheide für viele Frauen auch ist, so wichtig bleibt es trotzdem, über mögliche Ursachen und Einflussfaktoren mit dem behandelnden Gynäkologen zu sprechen, gerade wenn in der Vergangenheit nie eine trockene Scheide aufgetreten ist.

Es ist ein Tabuthema, und doch sind mehr Frauen von der Problematik einer trockenen Scheide betroffen, als man vielleicht denken mag. Die Symptome bei einer trockenen Scheide sind dabei so unterschiedlich wie ihre Ursachen, und sollten mit dem behandelnden Gynäkologen abgeklärt werden. Häufig werden Frauen bei Problemen beim Geschlechtsverkehr darauf aufmerksam, allerdings können auch unangenehmes Ziehen im Unterleib, Juckreiz und Ausfluss auf eine trockene Scheide hindeuten. Hormonschwankungen, die Wechseljahre oder eine Pilzinfektion sind mögliche Auslöser für eine trockene Scheide.